RAVE UP - VIENNA'S INDEPENDENT SHOP  - 1060 WIEN, Hofmühlgasse 1, Tel. 01 596 96 50

Liebe Freunde, liebe Kunden,

 

mit anderen Kids in der Schule hatte ich nichts gemein. Ich konnte weder über Fußball noch Musik reden, und sie wussten nicht, wer David Bowie war, MC5 oder T. Rex, von daher gab es da gar nichts. Da gab es viel eher mit Indianern eine Menge Gemeinsamkeiten – ich fühlte mich mit ihren Überzeugungen mehr im Einklang. In den Büchern über das indianische Leben fand ich mehr Antworten als in dem Zeug in der Schule, und als ich älter wurde, wurden auch meine Fragen immer genauer. Fragen, in denen wir innehalten, um die vergangenen Ereignisse Revue passieren zu lassen und zu überlegen, wie sie sich auf die Zukunft auswirken werden. Wir lernen einen Kult aus Atlanta kennen und zwei Legenden aus London. Algiers landen einen Hit, und bei Wire wirdʼs gedankenschwer.

…unsere Empfehlungen:

 
ALGIERS – there is no year

ALGIERS
there is no year LP/CD

Dynamisch, wild und techno-hypnotisch, Algiers sind keine Band für schwache Nerven. Die beiden vorherigen Platten des internationalen Quartetts „Algiers“ (2015) und „The Underside of Power“ (2017) zeigten eine Gruppe, die in der Lage ist, eine Reihe ziemlich unterschiedlicher Texturen zu vereinen – mechanistischen Techno, glorreiche Hooks, sengenden Post-Punk, wütende Brüche –, eine zunehmend kohärente klangliche Identität zu schaffen. Die aktuelle Platte nun, „There Is No Year“, lässt sie ihre Extreme noch weiter vorantreiben: Die Riffs sind härter, die Grooves frecher, die Politik klarer und gerechter als je zuvor. Es ist ein mutiger Schachzug einer mutigen Band, der sich größtenteils auszahlt. Trotzdem ist es ein wenig erfrischend, eine solche Kritik an eine zeitgenössische Rockband richten zu können, da sie mit einem schwachen Lob bedroht sein könnte. Viel zu wenige ihrer Zeitgenossen gehen solch Risiken ein wie sie, und viel zu wenige haben etwas Wesentliches zu sagen. Algiers meinen wirklich jede Note, und ihre radikale Politik zieht sich durch jeden Track wie Benzin durch einen Lappen. Wenn sie es von Zeit zu Zeit übertreiben, sei es so – wie schön ist es, wenn eine Band ein bisschen zu viel Fuck gibt anstatt zu wenig.

ALGIERS - we can't be found
ALGIERS - dispossession
WIRE – mind hive

WIRE
mind hive LP/CD

Wire sind die definitive Post-Punk-Gruppe. Seit ihrer Gründung haben sie den Ruf, Musik zu kreieren, die die Rockform streckt und sie gleichzeitig auf das Wesentliche reduziert. Mit ihrer Begabung, Songs zu komponieren, die Experimente und Barrierefreiheit perfekt in Einklang bringen, wurden Wire kürzlich von den Quietus als „eine der beständigsten britischen Bands aller Zeiten“ gefeiert. Wire neigt jedoch nicht dazu, auf vergangene Erfolge zurückzublicken oder mit ihnen zu handeln, sondern konzentriert sich konsequent darauf, Musik zu machen, die intelligent, vital und trotzig modern ist. Es ist schwer zu verstehen, wie eine Gruppe seit so langer Zeit in der Lage ist, solch aufregende und essentielle Arbeit zu leisten. „Mind Hive“ ist jedenfalls die meisterhafteste 35-minütige Post-Punk-Ausgabe, die Sie dieses Jahr hören werden.

WIRE - cactused
WIRE - live at wuk
DESTINATION LONELY – nervous breakdown   lp & cd/

DESTINATION LONELY
nervous breakdown lp & cd/ CD

2019 war das Trio Destination Lonely unermüdlich und schamlos kreativ, getrieben von vielen Auftritten und den durchgedrehten Situationen, die derzeit unseren Planeten beherrschen. Sie buchten das Studio für zwei Wochen, nahmen 17 Songs auf, alles Killertracks, hauptsächlich Originale, gespickt mit einigen Coverversionen u.a. von The Troggs („I Want You“), Stooges („Ann“). Arthur Larregle (JC Satan) und Stefano Isaia (Movie Star Junkies) steuerten auch noch Songs bei. Dazu Beat-Man: „Ich könnte einige Tracks wegschneiden, um ein normales Album zu veröffentlichen, aber was sollʼs!!! Sie sind alle so verdammt gut!!!“ Das ist Raw-Super-Filthy-Garage-Noise-Trash-Rock ʼnʼ Roll in seiner besten Tradition von drei aggressiv-pessimistischen jungen Männern aus Toulouse/Bordeaux, entsprungen einer reichen Rock ʼnʼ Roll Trash-Kultur in Südfrankreich

DESTINATION LONELY - I want you
DESTROYER – have we met

DESTROYER
have we met LP/CD

Daniel Bejar konzipierte „Have We Met“ ursprünglich als Y2K-Album. Er war schon zu dieser Zeit aktiv, hörte aber in einem Café oder Salon nichts über sich, woran die Idee des Y2K-Sounds vielleicht zwei Jahrzehnte später erinnert. Bejar übertrug dem Produzenten und Bandkollegen John Collins die Aufgabe, Synthesizer- und Rhythmusabschnitte über Demos zu legen, wobei er die zeitspezifischen Aspekte Björk, Air und Massive Attack berücksichtigte. Er erkannte jedoch bald, dass die Sonic-Vorlage zu weit von Destroyer entfernt war, und ein Konzept war sowieso albern. So gab er Collins die zeitloseste Anweisung von allen: „Make it sound cool.“ Atmosphäre und lose Annäherungen an einen Ort oder ein Gefühl sind das, was wir von jedem neuen Destroyer-Album erwarten – sicherlich kein einfach zu definierendes und strikt einzuhaltendes Thema oder Konzept. „Have We Met“ schafft es, sich irgendwo zwischen diesen unterschiedlichen Y2K-Bezugspunkten und dem eigenen Terrain zu treffen und so geschickt in eine Sphäre zu gleiten, in der sich die alten, schrulligen Destroyer mit den neuen, gealterten, johlenden der letzten Zeit verbinden.

DESTROYER - it just doesn't happen
DESTROYER - crimson tide
PASCAL COMELADE – les mémoires d'un ventriloque (chansons 1981 - 2018)

PASCAL COMELADE
les mémoires d'un ventriloque (chansons 1981 - 2018) 2 LP

„Les Mémoires dʼun Ventriloque“ („Erinnerungen an einen Bauchredner“) ist die lang erwartete Anthologie von Pascal Comelade, aufgenommen zwischen 1981 und 2018, unter Mitwirkung u.a. von Robert Wyatt, PJ Harvey und Jac Berrocal. Die Tracks, die von Pascal Comelade für diese Veröffentlichung extra überarbeitet wurden, sind zumeist rar, es gab sie bislang höchstens auf CDs oder Compilations, einige waren überhaupt unveröffentlicht. Der französisch-katalanische Musiker, der 1955 in Montpellier geboren wurde, begann mit Instrumenten wie Säge, Spielzeugklavier usw. seltsame Coversongs von Rock und Easy Listening zu schreiben. Später entwickelte er einen unverwechselbaren Stil, arbeitete mit Künstlern wie Robert Wyatt oder Faust zusammen und hat sogar eine Nachfolger-Band in Japan, die Pascals, inspiriert. Ebenfalls auf der Platte vertreten sind Sissi, Jean-Hervé Péron, Faust, Sergi Lopez, Alex Barbier, Enric Casasses, Roy Paci, Unfallpolipoetiker, Les Vierges, Miossec, Marc Hurtado, Mark C., Pau Riba und Albert Pla. Die Auflage ist auf 500 Exemplare limitiert, handnummeriert und von Pascal Comelade signiert.

PASCAL COMELADE – we did it again
PASCAL COMELADE – love too soon

…und das gefällt uns auch noch:

DA STAUMMTISCH – zucker LP/CD
DA STAUMMTISCH – eldorado LP/CD
PHIL SHOENFELT – cassandra lied CD
BLACK LIPS – sing in a world thatʼs falling apart LP/CD
WOLF PARADE – thin mind LP/CD
MARCOS VALLE – cinzento LP
MC5 – kick out the jam LP
MC5 – back in the usa LP
MC5 – high time LP

…dazu noch Konzert-Empfehlungen für die nächsten zwei Wochen:

Do., 30. 01. UK Subs (UK) + The Rumperts (A)
Arena, 3, Wien, Baumgasse 80
Fr., 31. 01. Die Brüder (A)
Chelsea, 8, Wien, Lerchenfeldergürtel U-Bahnbögen 29 - 32
Fr., 31. 01. The Devil & The Universe (A)
Viper Room, 3, Wien, Landstraßer Hauptstr. 38
Sa., 01. 02. BaBa ZuLa (TK)
Porgy & Bess, 1, Wien, Riemergasse 11
So., 02. 02. Kevin Morby
WUK, 9, Wien, Währinger Straße 59
Fr., 11. 02. NAPALM DEATH (uk) + EYEHATEGOD (us) + MISERY INDEX (us) + ROTTEN SOUND (fin) + BAT (us)
Arena, 3, Wien, Baumgasse 80
So., 16. 02. The Legendary Pink Dots (UK) + Hiroshimabend (US)
replugged, 7, Lerchenfelderstrasse 23
Fr., 21. 02. Hackedepicciotto (D)
Rhiz, 8, Wien, Lerchenfeldergürtel U-Bahnbogen 37

 
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